Samstag, 16. März 2013

[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter, John Green

Autor: John Green
Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Reihe: ---
Verlag: Hanser Verlag
Seitenanzahl: 288 Seiten
Empfohlenes Alter: ab 13 Jahre
Preis: 16,90€
Erscheinungsdatum: 30.07.2012
ISBN: 978-3-446-24009-4

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"Krebsbücher sind doof", sagt Hazel zu Beginn der Geschichte. Doch genau das ist dieser Roman nicht. Vielmehr ist er eine intensiver Reflexion über die großen Fragen des Lebens und Sterbens, ein verführerischer Liebesroman und eine zu Herzen gehende Komödie. Die 16- jährige Hazel spielt darin die Hauptrolle. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, weil sie Krebs hat. Aber sie will deshalb nicht bemitleidet werden. Lieber vermeidet sie Freundschaften. Bis sie in einer Selbsthilfegruppe auf Augustus trifft. Gus ist intelligent, witzig, umwerfend schlagfertig und er geht offensiv mir seinem Schicksal um: Selbst in düsteren Momenten bringt er die Gruppe zum Lachen.
Trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit - Hazel und Gus verlieben sich ineinander. Sie diskutieren Bücher, hören Musik, gucken Filme und erörtern die Ungerechtigkeit einer Evolution, die Mutationen wie sie zulässt. Als Hazel Gus anvertraut, dass ihr größter Wunsch ist, den Autor ihresabsoluten Lieblingsbuches kennenzulernen, macht Gus ihren Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam. Vor ihrem unvermeidlichen Ende wissen sie, dass sich die Liebe unter allen Umständen lohnt, und dass sie das Leben bis in den letzten Tag feiern wollen.

Im Winter meines siebzehnten Lebensjahrs kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließ, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder dasselbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner reichlichen Zeit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken. 


Das Cover mit der Skyline ist doch schön, oder? Und den großen Titel, könnte man so interpretieren, dass die Überschrift einen direkt sagen soll, dass es in diesem Buch genau darum geht und sich der Leser gleich entscheiden soll, ob er der Herausforderung gewachsen ist oder nicht. (Das ist jetzt meine Interpretation)



Es gab schon so viele gute Rezensionen über das Buch und deshalb musste ich es noch lesen. Die Story fand ich von Anfang an originell, was auch ein Grund war es zu lesen.
Mit dem Schreibstil hatte ich wenig Probleme, obwohl er nicht so leicht geschrieben ist, wie bei anderen Jugendbüchern. Was mir aber manchmal Probleme bereitet hat, waren Fremdwörter die ich nicht kannte. Auch als der Autor Peter Van Houten die Briefe geschrieben hat, hatte ich ein paar Probleme mitzuhalten.
Der Schreibstil ist aber auch so gut gelungen, dass ich mich gut in die Lage von Hazel hineinversetzten konnte und sie verstand. Natürlich konnte ich mich nicht perfekt in sie hineinversetzten um alles zu verstehen, was sie als Krebspatientin beschäftigt, doch John Green konnte sie mir nah bringen.
Sie ist unglaublich stark und ich bewundere sie, wie sie mit ihrer Krankheit umgeht.
Auch Augustus ist ein toller Charakter. Es ist unglaublich erfrischend, mal einen Helden im Buch zu haben, der auch seine Makel hat und so viel für Hazel macht. Auch sein Humor ist wahnsinnig toll, was ihn zu einer unvergesslichen Person macht.
Nennenswert ist zudem noch Isaac, der es auch nicht gerade leicht hat. Seine Situation ist sehr schwierig und die Gefühlsausbrüche, die folgen sehr verständlich. Ich glaube, dass er die leidenste Nebenfigur im ganzen Buch war. Trotzdem muss man ihn ins Herz schließen und verstehen.
Ein Charakter hat mir gar nicht gefallen: Peter Van Houten. Die Briefe, die er am Anfang geschickt hat, lassen ihn ein wenig anders widerspiegeln, als er wirklich ist. Sein Verhalten gegenüber Hazel und Augustus war für mich nicht nachzuvollziehen und obwohl ich ihn verstehen kann, dass er sich zurückgezogen hat, kann ich nicht nachvollziehen, wie man so tief sinken kann. Doch ich finde nett, was er am Ende noch getan hat. Das war das Mindeste, um sich zu entschuldigen.
Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut und hatte für mich eine überraschende Wendung. Ich war gar nicht darauf gefasst, dass Gus sterben würde. Deshalb war ich umso trauriger, dass diese tolle Person gegangen ist.
Nachdem es diese Wendung gab, waren die Gefühle von Hazel sehr schön beschrieben und wirkten alles andere als langweilig oder zu schnulzig. Sie werden klar, nachvollziehbar beschrieben und auch nicht in die Länge gezogen.
Das Buch hatte viele bewegende Textstellen, die mir gefallen haben. Das Ende war eine davon. Wie kommt man nur auf so ein schönes Ende?
Ich glaube, dass alle die das Buch gelesen haben, sich vorstellen können, warum ich hier dazu nicht meine Gedanken aufschreibe, denn zu dem Ende muss man nichts mehr sagen...

Obwohl ich mir nicht vorstellen könnte, so zu leben wie Hazel, konnte mir der Autor diese Person nah bringen. Genau wie die anderen Charaktere konnte sie mich überzeugen.
Die Handlung ist sehr gut aufgebaut, was einem das Lesen leicht macht. Manchmal kann der Schreibstil mit den Fremdwörtern ein wenig schwierig sein, doch man bekommt das hin.
Ein grandioses Buch, mit erfrischender Idee, die sehr gut umgesetzt wurde.


5 von 5 Monden

Kommentare:

  1. Hach, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist wirklich toll *.* Wenn ich mehr Zeit hätte, wäre das auf jeden Fall eins der Bücher, die ich noch viele Male lesen würde ;)

    LG Filo

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    1. Ja, wieder dieses Thema Zeit... heutzutage gibt es viel zu viele Autoren.
      Aber wenn wir sie nicht hätten, wo wären wir dann?;)

      LG
      Lynn

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  2. Ist das ende niccht zu traurig ich meine.......also meine freundin hat es mir erzählt und ich bin jetzt nicht mehr so sicher ob ich das buch noch lesen möchte :(

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    1. Klar, willst du! :D Das Buch ist wirklich berührend und traurig und das solltest du dir wirklich nicht entgehen lassen!^^

      Liebe Grüße,
      Lynn

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  3. Ich habe mir das Buch in der Bücherei ausgeliehen und war so gerührt davon... Den Brief von August fand ich am schönsten und vorallem den Satz mit der Welt. Leider bekomme ich den nicht mehr zurück in mein Gedächtnis, könntest du mir da helfen?

    Deine Seite ist übrigens wundervoll.!
    Lg

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    1. Es ist auch auf seine ganz eigene Art ergreifend!
      "Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, alter Mann, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem."
      Das sagte/schrieb Augustus in 'Das Schicksal ist ein mieser Verräter' auf der Seite 284
      Ich hoffe, ich konnte dir wieder auf die Sprünge helfen :)

      Vielen Dank <3

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Alle netten Kommentare sind wie wundervolle Bücher.
Ich liebe es sie zu lesen und werde sie in Erinnerung behalten. ♥