Samstag, 14. Dezember 2013

[Rezension] Wen der Rabe ruft, Maggie Stiefvater



Wen der Rabe ruft
 
Autor: Maggie Stiefvater
Titel: Wen der Rabe ruft
Reihe: Raven Boys - Tetralogie
Verlag: script5
Seitenanzahl: 464 Seiten
Preis: 18,95 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahre
Erscheinungsdatum: 09.10.2013
ISBN: 978-3-8390-0153-0
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Leseprobe 




Inhalt 
Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen - bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird. 

Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?


Blue Sargent wusste mittlerweile schon gar nicht mehr, wie oft ihr gesagt worden war, dass sie ihrer wahren Liebe den Tod bringen würde.



Das Cover hat mir auf den ersten Blick - so wahr es ist - nicht gefallen. Aber je länger ich es gesehen habe, desto mehr hat es mir gefallen. Es hat so einen mystischen Touch und wirkt wie gezeichnet. Dadurch ist es mal etwas anderes zwischen den anderen Covern. 
Der Titel passt auch. Ich finde ihn nicht Überragend, aber man kann ihn zuordnen. 


Ich liebe die Shiver-Trilogie. Also ist es doch kein Wunder, dass ich die neue Reihe von Maggie Stiefvater auch anfangen musste, oder?^^

Der Einstieg ging. Mir war er ein bisschen zu lang. Sonst gefiel mir die Einteilung des Buches auch ziemlich gut.

Und wahnsinnig großen Respekt habe ich vor der Welt, die Maggie Stiefvater wieder erschaffen konnte. Man ist bisher eigentlich nur seichte Bücher von ihr gewohnt, doch dieses Mal konnte sie auch zeigen, dass es anders geht. Mit den Protagonisten wird man sozusagen auf eine Schnitzeljagd geschickt, um alles über die Ergündung der Ley-Linien und Glendower heraus zu finden. Diese Reise in "Wen der Rabe ruft" ist spannend, magisch und gruselig zugleich! 


Ich muss sagen, dass ich auch sehr die Charaktere bewundere, die sie in dem Buch geschaffen und so realistisch dargestellt hat. Blue und ihre ganze Familie wie Persephone, Maura, Neeve und Calla sind sehr realitätsnah dargestellt. 
Doch meine Sympathie gegenüber den zwei männlichen Protagonisten Adam und Gansey hat sich im Laufe des Buches extrem geändert. Am Anfang war ich - genau wie Blue - noch ein Fan von Adam und konnte mit Ganseys Art kaum etwas anfangen. Aber schon nach hundert Seiten fand ich Gansey viel sympathischer. 
Ich konnte seit dem Adam irgendwie nicht mehr so gut leiden.



Es gibt eigentlich hauptsächlich nur zwei Punkte, die mir im Buch nicht so gefallen haben. Ich habe mich zwar nach der Zeit daran gewöhnt, aber am Anfang war mir das ziemlich suspekt, dass vier Jungs ganz fanatisch nach so einer sagenumwobenen (!!!!) Linie gesucht haben. 
Ich meine, ich würde jetzt auch nicht aufbrechen und fanatisch nach Rumpelstilzchen suchen und einen ganzen Wald ablatschen. 
Nachdem zwar auch die Erklärung kam, wie die vier auf diese Suche gekommen sind, kam mir das nicht mehr ganz so komisch vor, aber manchmal habe ich mich wirklich gefragt: Welcher Junge in diesem Alter sucht nach etwas übernatürlichen? 
Als dann die ersten mystischen Dinge passiert sind, war das etwas logischer und dann konnte ich ihnen die Suche auch abnehmen.

Der zweite Punkt ist, dass ich lange gebraucht habe, mit der Magie zurecht zu kommen. Die Geschichte spielt in der Realität und dadurch musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, dass dazu unrealistische Fantasy- und Magieaspekte kommen. Ich weiß nicht, warum ich fast das ganze Buch damit ein Problem hatte, weil mir es sonst bei Büchern dieser Sorte auch nicht stört, aber es war mir irgendwie zu magisch und komisch. Ich musste wirklich gegen meinen Verstand lesen und nicht weiter darüber nachzudenken, weil es sich einfach nicht logisch ergründen lässt und so unglaublich ist. 
Ich kann aber auch nicht beschreiben, was anders hätte sein müssen, damit es besser geworden wäre und das finde ich eigentlich das Schlimmste. 



Das Ende ist dieses Mal ganz und gar nicht typisch für ein Zwischenband von Maggie Stiefvater, wenn man ihre Shiver - Trilogie kennt. Es ist ziemlich offen gehalten, mehr möchte ich nicht dazu sagen, weil es sonst vielleicht zu gespoilert sein könnte. 
Ich fand es trotzdem etwas Schade, dass Maggie Stiefvater auf ein sehr dramatisches Ende verzichtet hat, da sich so ein normales und offenes Ende nicht so gut bei mir einprägt. 

Ich bin mit meiner Bewertung immer etwas gewankt, aber da ich im ganzen Buch zwiespältige Gefühle ihm gegenüber hatte und nach ihrer Shiver - Trilogie mehr erwartet hatte, wurde es dann diese. 

Maggie Stiefvaters "Wen der Rabe ruft" ist "okay". Mir fehlt wirklich noch etwas, dass es besonders macht und ich hatte meine kleinen Probleme mit dem Buch. Normalerweise hätte ich dem Buch 4 Monde gegeben, aber ich gebe ihm jetzt 3 1/2 Monde, weil ich noch von ihr überrascht werden will, was sie aus ihrer Reihe macht.


  
3 1/2 von 5 Monden

Kommentare:

  1. Ui, das Buch will ich auch auf jeden Fall noch lesen :) Fand die Beschreibung irgendwie interessant. Bin jetzt nach deiner Rezi sogar noch gespannter, obwohl es ja bei dir nicht soo gut abgeschnitten hat :) Anyway, tolle Rezi! :)
    Liebe Grüüüüße♥

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    1. Naja, eigentlich mag ich Bücher von Maggie Stiefvater auch, aber irgendwie ging es dieses Mal ein bisschen daneben :o
      Ich wünsche dir aber viel Spaß beim Lesen und hoffentlich gefällt es dir ein bisschen besser als mir^^
      Danke *-*

      Liebe Grüße,
      Lynn

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  2. Etwas schade, ich finde das Cover verspricht eine supertolle Story, aber kleine Probleme sind ja schon immer ein bisschen blöd...hoffentlich wird die Reihe noch besser ^^ Schöne Rezi wie immer <3

    Liebe Grüße und wundervolle Weihnachten <333
    LG, Fina :))

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  3. Mir ging es genauso wie dir während des Lesens mit den Protagonisten. Am Anfang mochte ich Adam noch richtig gerne und mit Gansey konnte ich nicht so viel anfangen, aber ab einem bestimmten Punkt hat sich das dann gedreht und am Ende mochte ich Adam nur noch sehr wenig und Gansey ist mit seiner Art zu einem meiner Favoriten geworden.
    Das etwas offene Ende fand ich persönlich sogar sehr gut, da ich bei dramatischen Enden immer sofort weiterlesen möchte und das wäre in diesem Falle ja nicht möglich gewesen :D
    LG

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    1. Haha, ich fand es etwas enttäuschend, dass sie auf einen Cliffhanger verzichtet hat, aber so sind die verschiedenen Meinungen :D
      Stimmt auch wieder, aber dann hätte ich mich wenistens an das Ende erinnert ^^

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Alle netten Kommentare sind wie wundervolle Bücher.
Ich liebe es sie zu lesen und werde sie in Erinnerung behalten. ♥