Donnerstag, 29. August 2013

[Rezension] The unlikely Pilgrimage of Harold Fry, Rachel Joyce




Autor: Rachel Joyce
Titel: The unlikely Pilgrimage of Harold Fry
Reihe: ---
Verlag: Black Swan
Seitenanzahl: 384 Seiten
Preis: 6,49 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Erscheinungsdatum: 02.01.2013
ISBN: 978-0552779043
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Leseprobe



 When Harold Fry nips out one morning to post a letter, leaving his wife hoovering upstairs, he has no idea that he is about to walk from one end of the country to the other. He has no hiking boots or map, let alone a compass, waterproof or mobile phone. All he knows is that he must keep walking. To save someone else's life.
(Quelle: Black Swan)

The letter that would change everything arrived on a Tuesday.



Das Cover ist eines von der Sorte, die nicht auffallen, man aber trotzdem gerne anschaut. Die Farbe ist wirklich angenehm für das Auge und die Zeichnungen, die auch im Buch vorhanden sind, wirklich schön gemacht. 
Rundum ist es wirklich sehr schön gestaltet.
Der Titel passt auch wunderbar und der Leser erfährt auch näheres zu ihm, umso weiter man liest. (Klingt jetzt ein bisschen komisch, aber die die es gelesen haben, werden wissen was ich meine.)


"The unlikely Pilgrimage of Harold Fry" wollte ich wirklich schon laaange lesen, bin aber noch nicht dazu gekommen mir das Buch zu kaufen. Da war es für mich dann umso toller, als ich im Buchladen die englische Taschenbuchausgabe gesehen habe.:)
Erst war ich mir ziemlich unsicher, dass ich zu wenig verstehe, doch bei dem Preis musste ich einfach zuschlagen.

Rachel Joyce beginnt ohne viel Federlesen mit der Geschichte und Harold hat auch schon den Brief bekommen. 

Harold denkt sehr viel nach auf seiner Reise nach Berwick. Am meisten beschäftigt ihn die Vergangenheit. Seine Momente mit David - seinem Sohn - und Maureen, seiner Frau mit der er schon seit langer Zeit zusammen lebt. 
Und dann stellt er sich immer wieder die Frage, die wahrscheinlich jeden einmal im Leben beschäftigt:




Mit dieser Frage setzt er sich sehr genau auseinander und als Leser hat man dadurch einen sehr genauen Einblick in seine Vergangenheit. 
Seine Fehler, Erinnerungen.
Und auch die Zukunft bleibt nicht außen vor. Was passiert wenn er ankommt? Kann er Queenie wirklich retten?

Doch Harold ist nicht allein auf seinem Weg. Bis nach Berwick trifft er so viele nette, komische und tiefgründige Personen, dass die Geschichte nicht langweilig wird.
Ich habe gestaunt, wie gut jeder Charakter ausgearbeitet wurde und Rachel Joyce hat es geschafft, jedem Leben einzuhauchen. Ich habe jedem seine Geschichte - so komisch sie auch sei - abgenommen und war fasziniert. 


Im Laufe seiner Reise kommt Harold auch immer wieder auf die eine Person zurück, mit der er gesprochen hat: Das Mädchen von der Tankstelle. Mit einer der besten Charaktere, wie ich finde.
Ich fand es toll wie sie ihn zu dieser Pilgerreise ermutigt hat und ihr Geständnis am Ende war so traurig.
 
Rachel Joyce beschreibt am meisten die Umgebungen, Eindrücke und Landschaften, was der Geschichte auch einen besonderen Schliff gibt. 
Die Dialoge sind nicht ausschweifend, sondern nur auf das wichtigste bezogen und kommen auch nicht gerade häufig vor. Daran sieht man, wie doll diese Pilgerreise Harold zum nachdenken anregt. 

Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, gibt es von mir auch eine kleine Einschätzung zum Verstehen. Das Buch im Großen und Ganzen konnte ich ziemlich gut verstehen. Die Landschaften und auch mit vielen Eigenschaften der Personen bin ich zurecht gekommen. Doch es gab auch Stellen, die noch nicht so verständlich waren und das schon für Fortgeschrittene war. 
Einen kleinen Hänger hatte ich auch nach dem 3/4 des Buches. In diesem Teil habe ich weniger verstanden als davor, was nicht so toll war. Zum Glück hat sich das am Ende wieder ein wenig gegeben.;)


Das Ende war soooo traurig! Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Formulierungen im englischen oft viel besser finde als im deutschen, aber auch wenn man es ahnt und eigentlich schon weiß, ist es noch einmal ein kleiner Schock. 
Auch die Situation am Ende, war so traurig. 
Ich hätte nicht gedacht, dass Queenies Zustand schon so arg vorangeschritten ist und bin regelrecht geschockt gewesen.  
Das war für mich wirklich mit die emotionalste Szene im Buch.


Ein trauriges und emotionales Buch, bei dem man mit Harold Fry auf eine Pilgerreise, die zum Nachdenken anregt, geht.

Ich kann das Buch jeden empfehlen, der auf der Suche nach einem bewegenden Buch ist und mit Harold auf die Suche nach den richtigen Antworten gehen will.


 5 von 5 Monden

Kommentare:

  1. Ui, neuer Header? Find ich schön :)

    Von dem Buch habe ich schon sooft gehört. Aber irgendwie...will es mich nicht ansprechen. Momentan bin ich auch nicht auf emotionale Bücher. Aber wenn's soweit ist, werd ich mir das mal näher ansehen. Super Rezension, macht richtig Lust und die Zitate sind wunderschön :D

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    1. Dankeee - das freut mich richtig.:D

      Ja, dann sollte man so etwas auch nicht lesen, denn sonst hat es das Buch wirklich sehr schwer einen zu berühren.:)
      Das fand ich auch total schön.*-*

      Liebe Grüße,
      Lynn

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  2. Ohhh, das scheint wirklich ein ganz tolles Buch zu sein.
    Ich war etwas abgeschreckt, weil einige Rezis besagten, dass es manchmal wirklich langweilig wäre- aber jetzt...klingt super!!! :)

    Ich fand den Film ja auch soooo toll *-*
    Lily Collins ist sowas von hübsch^^
    Soweit ich weiß, werden die Eintrittsgelder abgewartet und dann geguckt, ob noch weitergedreht wird, daher wahrscheinlich das abgeschlossene Ende :)
    Freue mich gerade voll, dass du den Film auch so magst :D
    War mit ein paar Freundinnen drinnen und sie meinten, der sollte ab 16 sein, bisschen gruselig :D Ich wusste ja schon, was kommt :)))

    LG, Fina <333

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    1. Es ist wirklich sehr besonders.:)
      Das kann ich durchaus nachvollziehen, da ja Harold Fry die ganze Strecke läuft und sie auch immer begleitet wird. Aber Rachel Joyce hat eigentlich viele tolle Personen mit hineingebaut, um es nicht langweilig zu machen.

      Oh ja! Ich bin froh, ihn im Kino gesehen zu haben und am liebsten würde ich noch einmal hinein.;D
      Das habe ich die ganze Zeit beim Filmgucken auch immer wieder gedacht...;)

      Ich hoffe, dass es bei dem abgeschlossen Film bleibt.
      Mhm...die Produzenten versuchen ja immer die Jugenbuchverfilmungen immer ab 12 Jahren zu machen. Ich habe gehört, dass es bei "Die Tribute von Panem" ganz schwer war. Aber bei "City of Bones" hatte ich da keinerlei bedenken. Zwar werden ja zwischendurch mal ein paar Dämonen umgebracht, aber ich fande das nicht soo schlimm.
      Die Effekte waren aber auch total toll. Besonders die Stillen Brüder waren doch angsteinflößend, oder?;)

      Liebe Grüße,
      Lynn ♥

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Alle netten Kommentare sind wie wundervolle Bücher.
Ich liebe es sie zu lesen und werde sie in Erinnerung behalten. ♥