Freitag, 28. März 2014

[Rezension] Gut gegen Nordwind, Daniel Glattauer





 Autor: Daniel Glattauer
Titel: Gut gegen Nordwind
Reihe: Ja, erster von zwei
Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 224 Seiten
Preis: 8,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Erscheinungsdatum: 07. Juli 2008
ISBN: 978-3-442-46586-6
9781442421806
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Leseprobe 




 Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?



Ich möchte bitte mein Abonnenment kündigen. 



Ich würde das Cover nicht gerade als Eyecatcher bezeichnen. Es ist ziemlich schlicht mit dem Nachthintergrund und Emmi  - schlaflos auf einem Bett sitzend - gehalten, trotzdem bin ich der Meinung, dass es gut ihre schlaflosen Nächte und ihre nachdenkliche Seite zeigt. 
Der Titel stellt, wie ich finde, nicht so ganz den Inhalt des Buches dar, obwohl man dafür eine Erklärung bekommt. 



Mit "Gut gegen Nordwind" habe ich eigentlich nur angefangen, weil die Lobeshymnen schon fast jeden erreicht haben.
Leider habe ich deswegen ein wenig mehr von dem Buch erwartet - was ich wahrscheinlich eher nicht hätte tun sollen. 

Ich war wirklich sehr schnell in dem Buch drin, da es ohne Vorerklärungen losgeht und man sofort die erste E-mail vor die Nase gesetzt bekommt.
Auch der Rest des Buches ist so aufgebaut, auch wenn ich erst dachte, dass es am Ende doch noch eine kleine Erzählung geben wird, weil ich es mir erst nicht anders vorstellen konnte. 
Auf jeden Fall bleibt der Aufbau so und das habe ich manchmal ein wenig Schade gefunden. 

Normalerweise hätte ich es für eine grandiose Idee gehalten, die ganze Handlung in E-Mail Form aufzubauen, doch in den E-Mails stachen mir die Charaktere zu wenig heraus. Natürlich hat man oft noch Emmis Humor zu lesen bekommen, trotzdem waren sie mir zu ausdruckslos.
Ich konnte keine richtige Verbindung mit den Beiden aufbauen, aber vielleicht liegt das auch daran, dass das Buch eher für Erwachsene ist; vielleicht 'verstehe' ich das noch nicht so ganz. 
Außerdem hat es sich für mich ein bisschen gezogen. Es mögen belanglose Dinge sein, die die zwei Hauptprotagonisten sich da austauschen, aber mir waren sie zu belanglos. Möglicher Weise brauche ich Bücher, über die man nachdenken kann. "Gut gegen Nordwind" ist eher ein Buch, das zum Abschalten gedacht ist.  

Das Ende war natürlich sehr überraschend! Da ich aber schon wusste, wie es ausgeht, hat es mich nicht mehr ganz so geschockt. 


"Gut gegen Nordwind" hat meine Erwartungen nicht erfüllen können. Es kann aber auch daran liegen, dass ich noch nicht reif genug für solche Art von Unterhaltung des Belanglosen bin, obwohl ich die Grundidee schön fand. Die Charaktere waren mir jedoch zu blass und die Handlung zog sich auch etwas hin. Das Ende hatte aber einen Überraschungseffekt, der die Gesamtwertung noch einmal etwas hebt. 


2 von 5 Monden

Kommentare:

  1. Sowohl als Buch als auch auf der Theaterbühne zu empfehlen! ;)
    Liebe Grüße

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    1. Ja, Geschmäcker sind verschieden ^^

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Alle netten Kommentare sind wie wundervolle Bücher.
Ich liebe es sie zu lesen und werde sie in Erinnerung behalten. ♥