Autor: Ava Dellaira
Titel: Love letters to the dead
Reihe: ---
Verlag: Farrar Straus & Giroux
Seitenanzahl: 327 Seiten
Preis: 13,10 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Erscheinungsdatum: April 2014
ISBN: 978-0374346676
Titel: Love letters to the dead
Reihe: ---
Seitenanzahl: 327 Seiten
Preis: 13,10 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Erscheinungsdatum: April 2014
ISBN: 978-0374346676
9781442421806
Kaufen? Hier! Alles fing damit an, als Mrs. Buster in Englisch ihnen die Aufgabe gab, einen Brief an eine verstorbene Person zu schreiben. Laurel schreibt an Kurt Cobain, erzählt ihm wie es ihr seit dem Tod ihrer Schwester May geht, der noch nicht allzu lange zurück liegt.
Den Brief gibt sie jedoch nicht ab, sondern findet Zuflucht ihm und den Folgenden, die sie allerdings nicht mehr nur an Kurt richtet. Sie versucht mit ihnen über den tragischen Tod ihrer Schwester hinwegzukommen und zu sich selbst zu finden.
Dear Kurt Cobain,
Mrs. Buster gave us our first assignment in English today, to write a letter to a dead person.
Love letters to the dead ist ein Buch, das mich mit einem wirklich tollen Schreibstil fesseln konnte, der haargenau das ausdrückt, was Laurel fühlt. Es klingt erst einmal nach nichts Besonderem, doch mir ist beim Lesen klar geworden, dass das nichts ist, was man so einfach beherrscht. Ava Dellaira hat ihr ganz eigene, fantastische Art Gefühle zu beschreiben und das hat mich sehr beeindruckt!
An sich erscheint die Story anfangs auch nichts besonderes zu sein, doch nach und nach gewinnt sie an Tiefe; die Charaktere bekommen Ecken und Kanten und auch die Umgebung wird einem immer vertrauter. Langsam wird der Leser ein Teil der Geschichte.
Trotzdem glaube ich, dass das Buch nicht für jeden etwas ist. Es hat seine eigene Traurigkeit und beim Lesen habe ich gemerkt, dass es auch auf den Weg ankommt, der zum Ziel führt. Er kann zwar schwer und lang sein, aber im wesentlichen ist er das was zählt.
Auch wenn ich es am Anfang nicht gedacht hätte, gefällt mir die Entwicklung der Charaktere. Es ist nichts an den Haaren herbeigezogen oder wirkt à la wie-bekomme-ich-das-in-zweihundert-Seiten? Ehe man sich im Leben richtig orientiert hat dauert es nun mal ein bisschen und das wird hier einfach nur toll dargestellt! Laurel macht vielleicht ein paar Fehlschritte und kommt kurzzeitig von ihrem Weg ab, aber wer tut das nicht?
Dass Laurel an bereits verstorbene Personen schreibt, macht die Geschichte wirklich nur liebenswerter! Es wird immer ein Bezug dargestellt, was sie mit den Menschen verbindet und man lernt sogar vieles über das Leben von zum Beispiel Kurt Cobain, River Phoenix oder Amy Winehouse kennen.
Am besten gefallen hat mir der Plot ab der Mitte, denn die Geschichte begann langsam auch Fortschritte zu zeigen. Mays Leben wurde Stück für Stück weiter entblößt und die aufkommende Melancholie war wirklich zum Greifen nahe.
Mein kleiner Kritikpunkt ist, dass ich Laurel öfter einmal schütteln wollte, dass sie mehr aus sich herauskommt und sich nicht ständig mit May vergleicht. Das ist aber wirklich mit das Einzigste, was ich an dem Buch zu bemängeln habe.
Insgesamt muss ich sagen, dass Love letters to the dead mich sehr berühren konnte! Ava Dellairas melancholischer Schreibstil passt perfekt in die Geschichte, die ich jedem empfehlen kann, der Lust auf ein Buch hat, bei dem es nicht unbedingt auf das Ziel, sondern auf den Weg dahin drauf ankommt.
5 von 5 Monden







